Schüleraustausch mit Madrid

Am 09.03.23 sollte es so weit sein. Wir hatten schon so lange darauf gewartet, endlich nach Madrid zu fliegen. Mit einigen Schülern aus Klasse 7g und auch aus der achten Klasse, also meiner Klasse, und deren Klassenlehrern traten wir die Reise an.

Für mich selbst war schon der Flug dorthin spannend, als dann aber beim Landeflug die Landschaft unter uns auftauchte, war ich nur noch aufgeregter und ich denke viele meiner Mitschüler auch. Gespannt beobachteten wir durch das Fenster die Berge, die in unserem Sichtfeld auftauchten. Auf ihren Spitzen glänzte ein wenig Schnee, auch wenn der Rest der Umgebung eher trocken wirkte. Beim Landen bemerkte ich bereits die Bäume, die mir so fremd vorkamen und trotzdem wirklich schön und außergewöhnlich waren.

Die Aufregung wurde noch größer, als wir das Flugzeug verließen und uns der warme, aber angenehme Wind ins Gesicht wehte. Es war ein wundervolles Gefühl, aber der beste Teil sollte noch kommen.

Nachdem wir unser Gepäck wiederbekommen hatten, erwarteten uns die spanischen Schüler voller Vorfreude. Im ersten Moment war ich wirklich überwältigt und musste zugeben, dass ich überhaupt nicht wusste, was ich sagen sollte. Doch schon auf der Fahrt zur Schule und vor allem dort lockerte sich die Anspannung und ich begann immer mehr mit meiner Austauschschülerin zu sprechen. Was mich selbst sehr überwältigte, war die unglaubliche Freundlichkeit und Neugier der spanischen Schüler. Wir wurden in der Schule von allen Seiten begrüßt, uns wurde zugewunken und schon innerhalb eines Tages kannte ich viele Freunde meiner Austauschschülerin, was mich aber überhaupt nicht störte. Diese Treffen passierten in den nächsten Tagen noch öfter. Immer wieder wurde ich freundlich aufgenommen, bei Freunden und vor allem bei meiner Austauschfamilie.

Ich gebe zu, ich war sehr fasziniert von allem, doch die unglaubliche Freundlichkeit der Menschen dort war wirklich etwas unglaublich Schönes. Von den Eltern wurde ich, ganz typisch, mit einem Küsschen auf jede Wange begrüßt.

Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug mit unseren Austauschschülern, zuerst in den bekanntesten Park Madrids, den „Parque del Retiro“. Wir betraten das Gelände durch eines der großen, schönen Tore. Die Wege waren mit kleinen Springbrunnen und natürlich allerlei Pflanzen geschmückt. Und vor dem Monument des Königs Alfonso XII. begegneten wir dann der ersten „lebenden Statue“. Im „Parque del Retiro“ finden sich viele kostümierte Menschen ein, die man dann an jeder Ecke trifft. Faszinierend war das Gefühl, in einer so großen Stadt zu sein, aber trotzdem so viel Natur und Bäume überall zu sehen. Nicht nur in den Parks Madrids kann man Pflanzen finden, sie sind praktisch überall. Auch zwischen großen Straßen gibt es Grünstreifen, auf denen Bäume und Büsche gepflanzt sind, genauso wie Blumen.

Auf den Ausflug in den Park folgte ein Besuch des Prado-Museums. Wir teilten uns in Gruppen und erkundeten das Museum nur mit unseren Austauschschülern an unserer Seite. Ich selbst war sehr positiv überrascht, wie viel mir meine Austauschschülerin über die verschiedenen Künstler erklären konnte. Hauptattraktion im Museum war natürlich das berühmte Gemälde „Las Meninas“ von Velazquez, was sehr verständlich war. Die teilweise riesigen Gemälde hatten eine fast einschüchternde Wirkung auf mich. Ich muss mir immer vorstellen, wie viel Zeit die Maler mit dem Erschaffen dieser Meisterwerke verbracht haben. Diese Kunstwerke haben definitiv allen Respekt verdient. Nach diesem Tag waren wir alle ziemlich erschöpft, doch auch in den folgenden Tagen würden wir nicht weniger unterwegs sein.

Nach einem aufregenden Samstag im Freizeitpark „Warner“, machten wir am Sonntag einen Ausflug in das nicht weit entfernte Escorial, wo wir uns das „Real Monestario del Escorial“ ansahen. Der Palast ist nicht nur von außen wunderschön, sondern auch von innen. Die Bibliothek, Basilika, Pantheons und Gemächer des Gebäudes waren allesamt auf ihre eigene Art und Weise wunderschön. Während ich in der Basilika und in den Pantheons die reichen Verzierungen und vielen Details bewunderte, waren es in den Gemächern und in der Bibliothek natürlich auch diese, wozu aber noch die, manchmal gigantischen Gemälde kamen. Auch die Größe dieses ehemaligen Königspalasts war fast erdrückend, aber in gutem Sinne.

Am Ende besuchten wir noch einen Teil der Gärten, an denen mich die mit Arkaden geschmückten Innenhöfe faszinierten.

Dann, am Mittwoch, kamen wir zum Sonnenuntergang am „Templo de Debod“ an, was ein sehr hübscher Anblick war. Die leuchtenden Farben des Himmels und im Vordergrund der kleine, aber sehr schöne Tempel. Am Abend liefen wir dann noch durch die „Gran Via”, die wohl bekannteste Einkaufsstraße in Madrid.

Auch am Donnerstag sahen wir die „Gran Via“ nochmals, diesmal aber bei Tageslicht. Durch die menschengefüllten Straßen Madrids kamen wir dann zur „Puerta del Sol“. Auf diesem großen Platz kann man die bekannte Statue „El oso y el madroño“ bewundern. Ein lustiger Fakt, den unsere Stadtführerin mit uns teilte ist, dass es eigentlich gar kein „Oso“ also männlicher Bär ist, sondern ein weiblicher, also eine „Osa“. Auf dem Platz ist ebenfalls der „Kilometro Cero“ gelegen, von welchem man vielleicht auch schon einmal gehört hat. Von dort aus ging es weiter zum „Plaza Mayor“, welcher sehr faszinierend ist. Man steht dort auf einem rechteckigen Platz mit einer Statue in der Mitte, der von Häusern wie von Mauern umringt wird, die alle die gleiche Farbe und Gestaltung haben. Das satte Orange bildet eine freudige Atmosphäre, doch eine Wand sieht anders aus. Zwischen zwei kleinen Türmchen ist die Hauswand mit Gemälden und Mustern geschmückt, wie so viele Häuser in Madrid. Selbst wenn man mit dem Auto durch die Straßen fährt, kann man die hübschen Reliefs und Verzierungen nicht übersehen.

Unser Ausflug mit den Austauschschülern und der Stadtführerin brachte uns letztendlich vor den „Palacio Real“, dem königlichen Palast in Madrid, in welchem die Königsfamilie aber nicht lebt. Umringt von Gärten steht dieses Gebäude dort, in einem reinen Weiß gehalten. Auf dem Dach kann man einige Skulpturen erkennen, mache davon auch in den Gärten aufgestellt, aufgrund eines Traumes einer früheren Bewohnerin des Palastes. Sie träumte, ihr würde eines Tages eine Statue auf den Kopf fallen, weshalb einige vom Dach entfernt und in den Gärten verteilt wurden.

Leider war der Freitag dann schon der letzte Tag in Spanien. Am Morgen bekamen wir ein Frühstück von der Schule, welches hauptsächlich aus Churros und Schokolade bestand. Ich kann Churros nur empfehlen, vor allem aber mit der Schokolade.

Am Nachmittag unternahm ich, wie eigentlich jeden Tag, noch etwas mit der Familie meiner Austauschschülerin. Alles, was ich in Madrid erlebt habe, war für mich einfach etwas Tolles. Die vielen Ausflüge zusammen mit Freunden und Familien waren sehr ereignisreich und vor allem lustig. Am Samstag war es wirklich schwer, sich zu verabschieden, auch wenn ich mich schon auf meine Familie freute.

Madrid wird mir sehr positiv in Erinnerung bleiben. Die vielen Unternehmungen, die neuen Freunde und vor allem die andere Kultur, die ich kennenlernen durfte, hat mich sehr glücklich gemacht. Ich vermisse die Menschen dort schon jetzt und hoffe, dass ich bald wieder nach Madrid fliegen darf.

Mathilda Tomandl, Schülerin aus Klasse 8 des TRIAS Gymnasiums Elsterberg

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